Selbstständig wohnen - unser Kurs vom 7. bis 9. Mai 2010

Christian-Alexander Rupf, ein Teilnehmer, berichtet:

Unser Weg in ein selbstständiges Leben

Am Freitag haben wir - Klaus Wohlleb, Elisabeth Stangl-Wohlleb und Christian -Alexander Rupf - uns mit unseren Assistenten Ingrid Seybold und Franz Schweitzer im Café des Einstein Hauses der Ulmer Volkshochschule bei einem Kaffee getroffen.
Wir haben uns zunächst vorgestellt und überlegt, wie wir unser Trainingswochenende gestalten wollen. Wir alle wollen ja den Weg in ein weitgehend selbstständiges und selbstbestimmtes Leben gehen.
Zunächst sind wir dann alle gemeinsam mit der Linie 1 an die Haltestelle des Donaustadion gefahren, da sich die Trainingswohnung dort in der Nähe befindet. Als wir dort angekommen sind, haben wir alle erst einmal die Zimmer bezogen.
Danach haben wir uns im Wohnzimmer getroffen und überlegt, was Menschen mit Einschränkungen wichtig ist , und was wir lernen wollen. Dabei ging es zum Beispiel auch darum, wie gestalte ich meine Freizeit, wie kaufe ich gut und günstig ein, wie gehe ich mit meiner Nachbarschaft um, wie wasche ich meine Wäsche und vor allem bei welchen Temperaturen, wie teile ich mir mein Geld, so ein dass es mir einen ganzen Monat langt, wie gehe ich mit Behördenpost um, sind dort auch Fristen enthalten , was brauche ich alles für ein Frühstück, Mittagessen und Abendessen.
Und wir haben noch gemeinsam überlegt, wie wir den nächsten Tag gestalten wollen. Wir haben alle beschlossen, dass wir alle auf das Schulfest der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule gehen, da ich selbst Schüler an dieser Schule war und das Schulfest nur alle 2 Jahre stattfindet; allen, die mit dabei waren, hat dieser Ausflug an meine alte Schule gefallen und am selben Abend haben wir unserer Assistentin Ingrid ihr Lieblingsessen Pellkartoffeln mit Käse gekocht, was uns allen sehr geschmeckt hat.
Danach sind Klaus, Franz und Ingrid noch etwas Spazieren gegangen, während Elisabeth den Küchendienst übernommen hat. Ich habe mich in das Wohnzimmer zurückgezogen und habe mich mit dem Verfassen des Berichtes befasst, während neben bei ein bisschen Musik von meiner Lieblingsgruppe PUR lief.
Wir können nur jedem Behinderten (Menschen mit Einschränkungen) nur Mut machen, den Schritt in eine eigene Wohnung oder eine Wohngemeinschaft zu wagen. Vor allem dann, wenn man Eltern und Geschwister hat, so wie bei mir, die die Entscheidung mittragen.
Zum Schluss noch Kommentare der Teilnehmer: Elisabeth fand den Kurs gut, Franz fand, die Gruppe hat gut miteinander harmoniert, Ingrid fand es lieb, dass ihr Lieblingsessen gekocht wurde, Klaus wäre abends noch gerne weg gegangen.