Fremdsprache als Integrationsfaktor
„English without Frontiers“- „Englisch ohne Grenzen“, so lautete das zentrale Thema eines Workshops, der vom 20. bis 22. Mai 2011 bei den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf stattfand. Teilnehmer von Berlin bis Ingoldstadt, von Suhl bis Koblenz waren nach Gremsdorf gekommen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, wie das Fach Englisch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in adäquater Form angeboten werden kann.
Mitorganisator Mike Gibson, der seit über 6 Jahren Englischkurse in der Gremsdorfer Einrichtung für Menschen mit Behinderung durchführt, gab zu Protokoll, das er „nie so eine begeisterte Gruppe“ unterrichten durfte wie die gehandicapten Frauen und Männer. Fast alle Gäste berichteten von durchweg positiven Erfahrungen, die sie und ihre gehandicapten Frauen und Männer mit teils mehrwöchigen Aufenthalten in England machen konnten. ...
In seinem Grundsatzreferat sprach Lothar Heusohn, Fachbereichsleiter Politik, Gesellschaft und Umwelt an der Volkshochschule Ulm, der das Standardwerk "English without frontiers" entwickelt hat, davon, dass die Lektionen und Übungen „nicht auf abstrakten, von der Lebenswelt der betroffenen Teilnehmer mehr oder minder weit entfernte Themen“ basieren dürfe, sondern an der „oft limitierten Erfahrungswelt der Zielgruppe anschließen sollten“. Deswegen sei es wichtig, alle nur möglichen Kommunikationsformen einzusetzen und auch Bilder, Fotos und Piktogramme von großem Nutzen seien.
aus: Zeitschrift misericordia 7/11 - Barmherzige Brüder Bayern
Barbara Sautter und Lothar Heusohn von der Ulmer Volkshochschule beim Workshop im Gremsdorf; beide haben wesentlich mitgearbeitet an der Erstellung der Unterrichtmaterialien "English without Frontiers" im Rahmen eines EU-Projektes von 2005 bis 2007.

